Gadgets: Minitool

Kleine Helfer in der Not 

 

(Ca. 2-3 Min. Lesezeit)

Ich greife zum Start gleich mal ganz oben ins Regal. Du möchtest bei deinen Touren total auf Nummer (pannen-) sicher gehen? Für quasi jeden Notfall gewappnet sein? Dann nimm dir ein großes Tool mit, sozusagen ein Maxitool.

Es gibt fast keine Panne, bei der dir diese „Werkstatt to go“ nicht hilft – vorausgesetzt natürlich, du weißt damit umzugehen. Inbus-, Torx-, Maul-, Ring- und Speichenschlüssel, Schraubendreher, Kettennieter, Reifenheber, Messer, Flaschenöffner und noch mehr – damit hast du so ziemlich alles dabei, worauf du eines Tages unterwegs vielleicht angewiesen sein könntest.

 

Mal eben den Lenker etwas verstellen, eine Schraube festziehen, die Sattelhöhe ändern, nerviges Quietschen der Bremse beseitigen oder die Bremshebel angenehmer positionieren? Die rasselnde Schaltung korrigieren, Speichen nachziehen und bei einem Kettenriss nicht völlig aufgeschmissen sein? Das All-in-one-Helferlein (z.B. das Topeak Ninja 16+) hat dafür alles an Bord.

Ein Kumpel von mir steht total auf diese Multitools. Kann gut sein, dass er sich auf unseren Ausfahrten insgeheim sogar manchmal eine Panne wünscht, um mir die Klasse seines Alleskönners mit zig Funktionen stolz demonstrieren zu können…

Mir persönlich ist das Teil dann doch zu wuchtig. Ich packe für längere Touren lieber ein kleinere Minitool ein. Deutlich schlanker und leichter, haben diese Typen für mein Sicherheitsbedürfnis und (limitiertes) Schraubertalent dennoch alles dabei, egal mit welchem Rad ich unterwegs bin.

Mein absoluter Liebling seit Jahren, vor allem fürs Rennrad und auf kürzeren Ausfahrten, ist jedoch ein mittelgroßes Tool wie das Mini 10 von Topeak. Das heißt nicht nur so, sondern ist wirklich mini. Wiegt keine 100 Gramm, hat für alle meine Schrauben die richtigen Schlüssel, findet in seiner kleinen Neoprenhülle immer irgendwo einen Platz und ist auch in der Trikottasche kaum zu spüren.

So viel zu meinen Vorlieben. Aber was ist nun für dich das passende Minitool? Die wichtigsten Fragen vor der Kaufentscheidung:

  • Welche Werkzeuge benötigst du für dein Fahrrad überhaupt? Überprüfe zunächst genau, welche Funktionen im Fall der Fälle für dich wichtig werden könnten. Zum Beispiel ist auf dem Weg zur Arbeit oder der kleinen Tour nicht weit von zu Hause eine gerissene Kette weniger dramatisch als bei einer Alpenüberquerung. Wenn du unsicher bist, lasse dich beraten.

  • Wie ausgeprägt sind deine Reparaturkenntnisse? Wenn du jetzt schon weißt, dass du sowieso nie selbst eine Kette reparieren oder ein Laufrad nachzentrieren wirst, brauchst du auch kein Tool mit entsprechenden Funktionen, sparst Geld und Gewicht. Es sei denn, du bist immer zusammen mit einem deutlich begabteren Hobbymechaniker unterwegs. Oder du hoffst, dass bei einer Panne plötzlich helfende Hände auftauchen.

  • Welcher Hersteller fertigt hochwertige Tools? Wenn die obigen Fragen für dich geklärt sind, hast du theoretisch die Auswahl unter Hunderten von Kompaktwerkzeugen aller Größen. Wie in diesem Text unschwer zu bemerken, ist Topeak die Marke meines Vertrauens. Selbstverständlich gibt es weitere Hersteller, die qualitativ in einer ähnlichen Liga spielen. Aber mit Topeak, seit mehr als einem Vierteljahrhundert ein Inbegriff für qualitativ herausragendes Werkzeug und Zubehör fürs Fahrrad, habe ich persönlich noch nie schlechte Erfahrungen gemacht. Also bleibe ich dabei und empfehle die Tools auch sehr gern weiter.

 

Noch ein abschließender Tipp für Arbeiten an deinem Rad: Ziehe Schrauben nie zu kräftig an, denke immer an die alte Mechaniker-Weisheit „Nach fest kommt ab“. Wer ganz sicher gehen will, sollte einen Drehmomentschlüssel verwenden. Den gibt es mittlerweile auch in klein zum Mitnehmen. Hat dir das Minitool schon die Tour gerettet?

Link: Minitools

  

Fragen zum Sattel? Antworten findest du beim saddle.expert  

 

Autor: Jan
Erhöht mit Rennrad, E-Bike, MTB und Trekkingrad seine Lebensqualität erheblich. Mal sportlich, mal gemütlich. Mal allein, mal mit Freunden und Familie. Gern mit Höhenmetern. Hat viel erlebt und zu erzählen. Manchmal schreibt er seine Erlebnisse und Erfahrungen auch auf. Zum Beispiel im saddle.blog