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Gadgets: Satteltasche

Sattel sucht Tasche

 

(Ca. 3-4 min. Lesezeit)

Ganz klar: Ich bin ein Satteltaschen-Typ, kein Trikot-Vollstopfer. Außerdem stehe ich bei einer Panne nicht gern irgendwo im Nirgendwo herum und warte auf Hilfe – schlimmstenfalls frierend im Regen. Habe ich in 20 Radsportjahren einige Male erlebt, muss ich nicht mehr haben.

Also nehme ich auf meinen Touren all das mit, was ich hoffentlich nie benutzen muss. Hier meine Liste:

  • 2 Ersatzschläuche + selbstklebende Flicken (wenn ich in der Hektik den neuen Schlauch nicht sauber montiere – und dieser nach kurzer Zeit wieder platt ist. Okay, 1 Schlauch reicht im Normalfall, aber ich gehe lieber ganz auf Nummer sicher). Alternativ kann man es auch mit Pannenspray oder Reifendicht-Gel versuchen. Für MTB- und Gravelreifen ist die innovative Maxalami eine innovative Alternative.

Link: Schlauchwechsel

     

     

    • 2-3 Reifenheber (zwei brauche ich auf jeden Fall – und manchmal bricht mir einer ab, weil der Reifen sehr fest auf der Felge sitzt)
    • CO2-Kartuschenpumpe (idealer Luftdruck in Windeseile, wenn ich mir das anstrengende Aufpumpen per Hand ersparen möchte)
    • Minitool mit den wichtigsten Werkzeugen für unterwegs

    Link: Blog Minitool

    • Energy-Gel: Soforthilfe bei Hungerast, wenn die Unterzuckerung von jetzt auf gleich alle Kräfte raubt (wer’s nicht selbst erlebt hat, glaubt kaum, dass plötzlich wirklich gar nichts mehr geht)

    • Pflaster

    • Handy, Bargeld, EC-Karte, Ausweis, Haustürschlüssel

    • Einweghandschuhe: Gegen verdreckte Hände bei Schlauchwechsel und abgesprungener Kette
    • Plastiktüte: Schützt Handy, Ausweis und Geld vor Feuchtigkeit, ggf. Regenschutz für den Sattel

     

    So weit, so gut. Und wo soll das nun alles verstaut werden? Viele Biker möchten, dass ihr Fahrrad möglichst „clean“ bleibt. Deshalb sieht man bei ihnen meist nur eine sehr kleine Schlauchtasche unter dem Sattel, der Rest kommt ins Trikot und/oder in spezielle Rundboxen in den Flaschenhalter. Gewichtsfetischisten nehmen sowieso nur das Allernötigste mit (Schlauch, Reifenheber, Pumpe).

    Nun denn, jedem das seine. Ich stehe wie gesagt nicht auf vollgestopfte Trikots, Rucksäcke sind auch nicht mein Ding, Flaschenhalter brauche ich für Getränke, und das bisschen Mehrgewicht ist mir egal. Also eine größere Satteltasche. Da passt tatsächlich all das oben Aufgelistete rein: Meine hat ein per Reißverschluss auf 1,3 l erweiterbares Hauptfach, 1 Innentasche, Rücklichthalterung, ist robust, wiegt gerade mal 130 g und sieht sogar noch aerodynamisch aus, finde ich. Der Wetterschutz darf dann doch in meine Trikottasche. Wenn die Tasche größer ist, dann passt die natürlich auch dort gut hinein.

    Egal, ob ich mich zu Hause für Rennrad, Mountainbike oder Trekkingrad entscheide oder im Urlaub mit einem Mietrad fahren möchte – meine Ausrüstung ist stets in der Tasche gepackt dabei und überall problemlos zu montieren.

     

    Für jeden Radfahrer die richtige Satteltasche – die wichtigsten Infos:

    Mountainbiker nehmen oft lieber kleinere Taschen, damit diese beim Downhill nicht behindern. Zudem lässt sich dann der Sattel mit einer Variostütze besser absenken.

    Gravel-Touristen und Trekkingradler haben Platz für größere Taschen. Da passt dann z.B. auch eine Pumpe und Regenbekleidung rein.

    Wenn du nicht genau weißt, wie viel Platz du benötigst, ist eine Variabilität gut. Einige Taschen lassen sich per Reißverschluss erweitern, oder es können Dinge angeklemmt werden. Praktisch sind hier Taschen mit Rollverschluss. Die sind nicht nur variabel, sondern auch noch wirklich wasserdicht.

    Das Thema Sicherheit ist immer wichtig. An der Satteltasche sollte ein Rücklicht angebracht werden können, und sie sollte Reflektoren haben, die von allen Seiten zu sehen sind.

    Wie bringt man nun die Tasche so an den Sattel, dass diese nicht stört und wackelt? Taschen mit Riemen sind die klassische Lösung und sehr gut zu sichern. Nachteil: Das Anbringen und Abnehmen ist etwas umständlicher.

    Mittlerweile haben viele Taschen eine Steckverbindung. Dazu muss ein Adapter an den Sattel gebaut werden. Bei einigen Sätteln geht das besonders elegant, da der Halter im Sattel integriert ist. Was bevorzugst du?


    Fragen zum Sattel? Antworten findest du beim saddle.expert 

     

    Autor: Jan
    Erhöht mit Rennrad, E-Bike, MTB und Trekkingrad seine Lebensqualität erheblich. Mal sportlich, mal gemütlich. Mal allein, mal mit Freunden und Familie. Gern mit Höhenmetern. Hat viel erlebt und zu erzählen. Manchmal schreibt er seine Erlebnisse und Erfahrungen auch auf. Zum Beispiel im saddle.blog