Im September: jeden Sattel versandkostenfrei bestellen

Reisen: Microadventure mit dem Bike

Graveltouren - Weg(e) vom Rhein

(Ca. 3-4 Min. Lesezeit)

Auszeiten vom Alltagsstress. Das versprechen Touren mit dem Rad. Neudeutsch auch "Microadventure". Ich mache das am liebsten mit dem Gravelbike. Bevor ich intensive Mehrtagestouren mache, fange ich mit kleinen Tagestouren an, um den Körper wieder an die Belastungen zu gewöhnen. Vom Kleinen zum Großen – so lautet im Sport nun mal die Herangehensweise.

Schließlich sollen es im Laufe des Jahres ja noch weitere Mehrtagestouren werden . Und die wollen gut vorbereitet sein. Die einen stehen ja eher auf Mountainbike-Touren über wilde und fordernde Trails in den Alpen oder irgendwo in einem Mittelgebirge vielleicht. Andere lieben es etwas weniger kräftezehrend und ziehen es vor, bei einer Flusstour neue Landschaften zu entdecken. Ich mag es, mit dem Gravelbike Asphalt- und Waldstrecken zu kombinieren. Es lebe die Vielfalt – und die Freiheit, einfach mal von der Straße rechts abbiegen und einen Teil der Route bei der Fahrt durch Wald und genießen zu können. Und man kann fast so viele Kilometer wie bei einem klassischen Rennrad zurücklegen.

Es muss aber nicht zwingend in die Ferne gehen, wenn ich den Fahrspaß so richtig ausleben möchte. Die Landschaft rund um meinen Lebensmittelpunkt Koblenz ist so vielfältig, so abwechslungsreich – ein Terrain, geradezu dafür geschaffen, sich mal ein so genanntes Microadventure zu gönnen. Ganz nach dem Motto: Das Abenteuer beginnt vor meiner Haustür! An Rhein und Mosel, im Tal und auf den Höhen, gibt es so viel zu erfahren, so viel zu entdecken. Energietanken zum Nulltarif. Das geht für einen Tag, noch besser – weil es noch besser entschleunigt – für ein Wochenende.

Und um sich mal eine Auszeit vom Alltag zu gönnen, braucht es gar nicht viel. Ich wundere mich immer wieder, mit wie wenig Equipment der Mensch so viel Spaß haben kann. Wichtig ist, das Wenige für die zwei, drei Tage gut zu verstauen. In diesem Fall, gut auszubalancieren. Das Schwere wie Werkzeug, Waschzeug, Verbandsmaterial und Schläuche packe ich in die Mitte ins Rahmendreieck.  Nach vorn nehme ich die leichten Sachen wie Handy, Geld und den Proviant für den Tag. Hinten werden die Klamotten gepackt, die am Abend benötigt werden. Wichtig zudem: Ich habe immer eine Regenjacke dabei!

Link: Blogartikel Satteltasche

Und was im Vorfeld vielleicht das Allerwichtigste ist: Du musst dich wohlfühlen auf dem Rad. Horch in dich hinein, was hat im vergangenen Jahr nicht gepasst, wenn ich länger im Sattel gesessen habe. Waren da nicht die Rückenschmerzen? Die tauben Finger? Der Allerwerteste hat Stress gemacht? Ein Bike-Fitting jedenfalls lohnt in solchen Fällen immer. Und dafür am besten zum Spezialisten. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Kim Tofaute gemacht. Er ist ein passionierter Radfahrer, Sportwissenschaftler und ein Experte in Sachen Ergonomie und Bike-Fitting. In seinem Studio im Westerwald hat er mich und mein Bike fit gemacht für all das, was bei mir seitdem spielerisch leicht läuft, ganz komfortabel und ohne Beschwerden: genau, das Radfahren.

Ein solches Bike-Fitting empfiehlt sich im Übrigen auch für E-Biker. Oder soll ich sagen: gerade für E-Biker? Schließlich sitzen die Freizeitsportler ja wegen der elektrischen Unterstützung mitunter viel länger im Sattel als sie das vom „normalen“ Rad zuvor gewöhnt waren.

Link: Video "die richtige Haltung auf dem Rad"

Die Zwei-Tages-Tour an der Mosel von Cochem nach Trier hat jedenfalls genau so viel Vergnügen bereitet wie die Tage entlang der Lahn von Marburg nach. Wer am Fluss bleiben möchte, bleibt am Fluss, wer klettern will, kann das rechts und links des Wasserlaufes ebenfalls tun. Tolles Rad-Terrain bietet auch die Vorderpfalz rund um Maikammer. Hoch auf Lolosruhe, nach dem Kalmit der zweithöchste Anstieg im Pfälzer Wald, ist ein lohnendes Unterfangen.

Wo und wie auch immer du fährst - die Grenzen steckt dir dein Körper. Diese Grenzen wollen bei mir noch erweitert werden. Demnächst steht der Trail „Wein, Rhein und Römer“ an. Eine rund 260 Kilometer lange, abwechslungsreiche Rundfahrt durch Täler und Höhen zwischen Bonn und Koblenz. Klar, bei so einer Tour lässt du Kräfte. Aber du tankst auch unheimlich viel Kraft und Energie für den Alltag – bei deiner kleinen Auszeit direkt vor der Haustür. Ich mache das am liebsten mit dem Gravelbike. Bist du auch ein Graveltourer?

 

Fragen zum Sattel? Antworten findest du beim saddle.expert  

 

Autor: Claas
Sport und Schreiben sind seine Professionen. Er reitet gerne verschiedene Bikes, am liebsten das Schotterrad. Touren nah und fern sind seine Leidenschaft. Er nimmt uns gerne mit. Zum Beispiel im saddle.blog