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Touren: Die Apfeltour

Schotter über den Rheinhöhen - Weg(e) vom Rhein

(Ca. 3 Min. Lesezeit)

Heute möchte ich eine kleinere Tagestour vorstellen, die hoch führt auf die Rheinterrasse – hier über wenig befahrene Straßen, dort durch Wald und Feld. In jedem Fall reizvoll. Und belohnt werden die meist sanften Anstiege nach getaner Arbeit mit tollen Ausblicken. Mal aufs Rheintal, mal auf ausgedehnte Hochflächen mit einem Blick auf die angrenzenden Mittelgebirge.

Der Rhein ist die Lebens- und Verkehrsader der Region am Mittelrhein. Hier fließt alles. Dicht gedrängt bahnen sich Schiffe, Autos und Züge ihren Weg durch dieses Nadelöhr. Da bleibt fürs Fahrrad nicht viel Platz. Das kennt ihr sicher. Zumal der dichte Radverkehr auf dem Rheinradweg mitunter ganz schön nerven kann. Aber das kann unsereiner verschmerzen - ist der Strom doch auch ein prima Zubringer wenn es gilt, links und rechts des Rheins die zahlreichen schönen Seitentäler mit dem Bike zu erkunden. Da wird es dann auch schon mal leicht gebirgig und herausfordernd – aber eben auch viel ruhiger und entspannender.

Ausgangspunkt der ersten Tour, dem ersten schönen Rundweg weg vom Rhein, ist das Städtchen Remagen. Ich bin mit meinem Gravel-Bike unterwegs, weil es unterwegs auch schon mal etwas rauer werden soll. Ich muss gestehen, dass ich wegen der Vielfalt ein absoluter Gravel-Fan geworden bin. Da kannst du auch mal spontan eine Abkürzung nehmen, auch wenn die über Feld- und Schotterwege führt. Zurück auf dem Asphalt fühlt sich das Rad dann genau so gut an wie zuvor auf dem unebenen Terrain. Du gleitest dabei fast so schnell wie mit dem klassischen Rennrad. Diese Vielfalt mach einfach Spaß – vorausgesetzt, die Ergonomie stimmt und du und dein Rad einfach eins seid.

Link: Blogartikel Bikefitting

Ob ein zu sehr strapaziertes Gesäß, ein schmerzender Rücken oder taube Finger und Hände - ein Bike-Fitting kann dir viele Unannehmlichkeiten ersparen. Denn so wie du sitzt, so fährst du auch. Und manchmal bewirken eine neue Haltung auf dem Rad oder ein anderer Sattel regelrecht Wunder. Ich hab es am eigenen Leib erfahren, wenn die Gesäßschmerzen bei längeren Touren einem den Spaß am Radeln verderben. Auf meinem Terry-Sattel aber fühle ich mich pudelwohl, und nach dem Bike-Fitting beim Sportwissenschaftler und Ergonomie-Experten Kim Tofaute bin ich bereit für meine Erkundungstouren links und rechts von Vater Rhein.

Zurück nach Remagen und zu meiner Tour, die im Übrigen auch für E-Biker ein Genuss ist und die ohne Probleme auch mit einem robusten Tourenrad in Angriff genommen werden kann.  Vorbei an der Apollinariskirche, einer schönen, kleinen Kirche erbaut im neugotischen Stil, windet sich die nicht viel befahrene Straße durch dichten Wald hoch auf die Grafschaft nach Birresdorf. Nach 200 Höhenmetern öffnet sich der Blick auf die Hochfläche Richtung Eifel – das rheinische Obstanbaugebiet liegt vor mir. Insbesondere im Frühjahr, wenn Tausende von Apfelbäumen in voller Blüte stehen, ein toller Anblick.

Über Arzdorf und Adendorf geht es nach Meckenheim. Kleine Belohnung gefällig? Der Cappuccino in der kleinen Eisdiele am Marktplatz einen Kurz-Stopp wert. Von hier führt eine rund 30 Kilometer lange Schleife über meist asphaltierte Wege vorbei an Apfelplantagen und entlang etlicher Baumschulen durch eine reizvolle Landschaft, die einen durchatmen lässt.

Auf dem Rückweg kommen die Querfeldein-Qualitäten meines Gravel-Bikes zur Geltung. Abseits der Straße geht es durch die Swistbachaue nach Arzdorf und von dort zurück Richtung Rheintal. Diesmal wähle ich allerdings die lohnende Abfahrt über Oedingen durchs Unkelbachtal an den Rhein. Von Unkelbach sind es dann entlang des Flusses nur noch ein paar Kilometer nach Remagen. Nach etwas mehr als 70 Kilometern und etwas mehr als 500 Höhenmetern findet das kurze, aber intensive Microabenteuer vor der Haustür ein Ende.

Fazit: Diese Rheinterrasse war ein Abstecher wert. Die Vielfalt der Landschaft beeindruckt – und die Apfelblüte gibt dieser Tour den Kick. Mal sehen, wohin mich der nächste Weg weg vom Rhein führt. Ich hoffe, ihr seid wieder dabei!

 

Fragen zum Sattel? Antworten findest du beim saddle.expert  

 

Autor: Claas
Sport und Schreiben sind seine Professionen. Er reitet gerne verschiedene Bikes, am liebsten das Schotterrad. Touren nah und fern sind seine Leidenschaft. Er nimmt uns gerne mit. Zum Beispiel im saddle.blog